Curaviva Kanton Zürich - News - Anordnungen und Empfehlungen an die Zürcher Alters- und Pflegeheime
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20.03.2020

Anordnungen und Empfehlungen an die Zürcher Alters- und Pflegeheime

Abgestimt auf die Massnahmen des Bundesrates hat die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich Anordnungen und Empfehlungen an die Zürcher Alters- und Pflegeheime verfügt, welche so rasch als möglich umzusetzen sind.

Die Verbreitung des Coronavirus schreitet rasant voran. Verschiedene Spitäler sind seit Wochen daran, ihre Behandlungskapazitäten massiv zu erhöhen, um dem kommenden Ansturm von Patientinnen und Patienten gerecht zu werden. Unser oberstes Ziel muss es sein, für den erwarteten Ansturm in wenigen Tagen genügend lntensivpflegeplätze und Beatmungsstationen bereit zu halten.

Dazu benötigen wir auch Ihre Hilfe. Wir müssen erreichen, dass möglichst wenige der sehr alten Patientinnen und Patienten hospitalisiert und intubiert werden. Wir wissen, dass ab dem 80. Lebensjahr die Überlebenschancen exponentiell sinken, bei über Neunzigjährigen sinken die Überlebenschancen auf einer Intensivstation gegen Null. Die Gesundheitsdirektion hat deshalb mit der Verfügung im Anhang Anordnungen erlassen, welche Heimbewohnerinnen und -bewohner mit COVID-19 Diagnose oder Verdacht noch in Spitäler verlegt werden dürfen. Gerne überlassen wir Ihnen dazu auch das Merkblatt «Palliative Behandlung von COVID-19 zu Hause und im Pflegeheim» sowie der Vorschlag für einen Notfallplan von Dr. Andreas Weber.

Die restlichen Patientinnen und Patienten sind heimintern und allenfalls palliativ zu betreuen. Wir empfehlen, die notwendigen Medikamente zur Palliation im Heim zu lagern. Die Medikamente können mit persönlichem Rezept pro Bewohner gelagert werden. Ebenso soll an die Heimbewohnerinnen- und Bewohner appelliert werden, eine Patientenverfügung auszustellen.

Zudem sollen Patientinnen und Patienten auch zügig aus den Spitälern zurückgenommen werden, um dort Kapazitäten zu schaffen. Die Kapazitäten in den Alters- und Pflegeheimen können dadurch erhöht werden, dass Neuaufnahmen nur erfolgen, wenn dies pflegerisch indiziert ist. Wenn somit jemand auf der Warteliste steht und dessen Versorgung Zuhause sichergestellt ist, so soll mit einem Heimeintritt zugewartet werden.

An dieser Stelle möchten wir noch auf die uns soeben zugegangenen Änderungen der COVID-19-Verordnung 2 hinweisen. Art. 10c COVID-19-Verordnung 2 wurde, auch auf Intervention des Kantons Zürich, dahingehend präzisiert, dass nun auch besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterhin eingesetzt werden können (Art. 10c Abs. 2 COVID-19-Verordnung 2). Die in Art. 10c Abs. 2 COVID-19-Verordnung 2 erwähnten Hygienemassnahmen sind durch die von uns angeordnete Maskentragpflicht (vgl. Anordnung im Anhang) sichergestellt. Auch die soziale Distanz ist selbstredend nur dann zu wahren, wenn keine Maske getragen wird. So hoffen wir, Ihnen eine wirksame Grundlage mitgeben zu können, damit keine weiteren Arbeitnehmenden dispensiert werden müssen. Zudem hat der Bund eine Neudefinition der Kategorie «besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer» in Aussicht gestellt. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.

Die Coronavirus-Krise können wir nur dank der Unterstützung aller Akteure im Gesundheitswesen meistern. Mit Ihrem Sondereffort tragen sie dazu bei, Leben zu retten. Regierungsrätin Natalie Rickli dankt Ihnen und Ihren Mitarbeitenden für Ihren unermüdlichen Einsatz!

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