Curaviva Kanton Zürich - News - Besuchsverbot in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen
News

13.03.2020

Besuchsverbot in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen

Besuchsverbot für Spitäler, Kliniken, Alters- und Pflegeheime sowie lnvalideneinrichtungen vom 13. März 2020 bis 30. April 2020 angeordnet.

Die Verbreitung des Coronavirus schreitet rasant voran. Der Schutz der Bevölkerung, besonders auch von Menschen mit einem erhöhten Risiko, ist zentral. Es gilt deshalb, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Mit dem angeordneten Besuchsverbot für Spitäler, Kliniken, Alters- und Pflegeheime sowie lnvalideneinrichtungen kann eine grosse Gruppe von besonders krankheitsgefährdeter Personen wirksam geschützt werden.

Das Verbot gilt vom 13. März 2020 bis zum 30. April 2020. Rechtsgrundlage für die Anordnung ist Art. 35 des Epidemiengesetzes des Bundes und § 15 Abs. 2 der Vollzugsverordnung zur eidgenössischen Epidemiengesetzgebung des Kantons.

Alters-und Pflegeheime; lnvalideneinrichtungen
  • ln Alters- und Pflegeheimen und in lnvalideneinrichtungen (lnstitution) gilt ein generelles Besuchsverbot.
  • Die Leitung der lnstitution kann im Einzelfall in sachlich begründeten Fällen (z.B. Palliative Care, End-of-Life-Care) Ausnahmen vom Besuchsverbot bewilligen. 
  • Die Leitung der lnstitution stellt den Vollzug des Besuchsverbots sicher.

Zu beachten:

  • Das Besuchsverbot gilt beidseitig, das heisst, Bewohnerinnen und Bewohner ist es nicht erlaubt, mit Angehörigen nach Hause zu gehen oder Ausflüge zu machen.
  • Das Besuchsverbot ist keine Quarantäne, das Verlassen des Heimes für Spaziergänge o.ä. ist nicht verboten. Allerdings ist von der Heimleitung im Einzelfall eine Interessensabwägung vorzunehmen, wie weit und wie lange der Ausgang geht. Die Verhaltensempfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit und der Gesundheitsdirektion (Social Distancing, keine Berührungen, Händewaschen mit Seife oder Desinfektionsmittel benutzen, Husten und Niesen nur in Ellenbogen), sind auf jeden Fall zu berücksichtigen.
  • Es gilt, das Personal für die Schutzmassnahmen zu sensibilisieren, damit sie diese konsequent umsetzen und damit auch sich selber schützen können.
  • Freiwillige Mitarbeitende sind, wie das Personal, auf die Schutzmassnahmen zu sensibilisieren, damit sie diese konsequent umsetzen und damit auch sich selber schützen können.
  • Bei externen Dienstleistern und ambulanten Therapien muss eine Interessensabwägung vorgenommen und situativ entschieden werden. Unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen sind diese grundsätzlich weiterhin zugelassen.
  • Das Verbot betrifft auch Restaurants und Cafeterias von Alters- und Pflegeheimen sowie Invalideneinrichtungen. Sie müssen für Aussenstehende (auch für Bewohnende von Alterswohnungen) geschlossen werden. Im Bedarfsfall ist die Versorgung mit Essen etc. auf geeignete Weise sicherzustellen (Mahlzeitendienst, Lieferdienst aus dem Heim etc.)
  • Das Verbot gilt nicht für «Wohnen im Alter» bzw. Alterswohnungen, sofern diese räumlich vom Heim abgetrennt sind. Allerdings gilt es immer dann, wenn Bewohner von Alterswohnungen sich ins Heim begeben, z.B. zum Essen. Auch die Bewohner von Alterswohnungen sind angehalten, die Verhaltensempfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit und der Gesundheitsdirektion zu berücksichtigen.

(Es ist klar, dass man mit der Regelung nicht jedem Einzelfall gerecht werden kann. Es ist immer das Gesamtwohl aller Heimbewohner im Auge zu behalten. Der Gesundheitsschutz der Bewohnerinnen und Bewohner hat stets Vorrang)

Allgemein

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Für weitere Auskünfte steht Ihnen die GD unter 043 259 44 75 und gdstab@gd.zh.ch gerne zur Verfügung.

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